Hessen unterstützt UNAIDS-Ziele

Forschungsvorhaben um offene Potentiale in der HIV-Prävention aufzuzeigen

Weltweit und auch in Hessen infizieren sich weiterhin Menschen mit dem Humane Immundefizienz-Virus (HIV) oder erkranken sogar an Aids.
„Mittlerweile können Betroffene durch Medikamente zwar oft ein langes und beschwerdefreies Leben führen, es gibt aber trotzdem noch einiges zu tun: Denn zu viele Menschen erhalten die Diagnose HIV erst, wenn die Immunschwäche bereits fortgeschritten ist. Deshalb soll sich Hessen den UNAIDS-Zielen der Vereinten Nationen anschließen. Bis 2030 sollen 95% aller Menschen mit HIV von ihrer Infektion wissen, 95% davon sollen entsprechende Medikamente nehmen und bei 95% soll die Behandlung so gut anschlagen, dass eine Übertragung des Virus selbst bei ungeschütztem Sex nahezu ausgeschlossen ist“, erläutert Felix Martin, Grünes-Mitglied im Gesundheitsausschuss des hessischen Landtags.

„Um HIV und Aids auf allen Ebenen so wirksam wie möglich zu bekämpfen, setzen wir in Hessen auf einen Dreiklang aus Prävention, Aufklärung und Behandlung. Die Sensibilisierung für die Thematik ist uns ein besonderes Anliegen – nur so können wir dafür sorgen, dass Menschen sich schützen und testen lassen. Deshalb fördert Hessen wichtige Präventionsarbeit wie das Projekt „Hessen ist Geil“ und die Anlaufstelle für sexuelle Gesundheit „Checkpoint“.

Felix Martin: „Zur konkreten Unterstützung der UNAIDS-Ziele werden die bestehenden Angebote zu HIV-Versorgung und Prävention wissenschaftlich evaluiert, offene Potentiale in der HIV-Prävention und -Versorgung sollen identifiziert werden und es wird untersucht, wie existierende Beratungsangebote mehr Menschen und vielfältigere Zielgruppen erreichen können. Hier ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die Stigmatisierung von Betroffenen abgebaut wird: Nur dann, wenn Betroffene nicht diskriminiert werden, werden Beratungs- und Testangebote auch breit angenommen und nur durch mehr Beratung und Diagnostik können wir die Infektionen in Hessen nachhaltig reduzieren. Hessen nimmt damit eine wichtige Vorreiterrolle im Kampf gegen HIV und Aids ein!“

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