Landtagsabgeordneter Felix Martin fordert Änderungen bei der Finanzierung der Feuerwehren
Pressemitteilung 10. Juni 2026
In der Werra Rundschau vom 10. Juni 2026 ist zu lesen, dass die Gemeinde Herleshausen mit den hohen Kosten von 830.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges zu kämpfen hat. Der lokale Landtagsabgeordnete Felix Martin (Grüne) fordert vor diesem Hintergrund Änderungen an der Finanzierung des Feuerwehrwesens. Das Land müsse sich stärker einbringen und die Einsatzfahrzeuge sollen vermehrt landesweit beschafft werden.
Felix Martin erklärt: „Einer der Kostentreiber ist, dass oftmals jede Gemeinde ihr Einsatzfahrzeug einzeln ausschreibt. Dies führt zu hohen Beschaffungs- und Verwaltungskosten. Es braucht mehr landesweite Beschaffungen, denn wenn auf einen Schlag fünfzig neue Fahrzeuge bestellt werden, sinkt der Preis pro Fahrzeug spürbar.“
Die Grünen haben in dieser Woche einen Antrag in den Landtag eingebracht, der mehr landesweite Beschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen fordert. Künftig soll das Land jährlich die landesweite Beschaffung von Standardfahrzeugen anbieten. Die Gemeinden sollen darüber hinaus weiterhin eigene Ausschreibungen durchzuführen können, um regionale Bedarfe abbilden zu können. Die Grünen kritisieren zudem die Streichung der Landesbeschaffung des Einsatzwagens 1 durch die Landesregierung. Dadurch müssten viele Kommunen kurzfristig und unter Zeitdruck teure Einzelbeschaffungen anstoßen.
Martin: „Bei den Übergaben von Einsatzfahrzeugen im Werra-Meißner-Kreis wurde deutlich, dass das Land weniger zur Ausstattung beisteuert, als es vorgibt. So werden regelmäßig nicht die tatsächlichen Anschaffungskosten einer Förderung zugrunde gelegt, sondern ein ausgedachter Wert, für den das Fahrzeug überhaupt nicht erhältlich ist.“
Die Fraktion der Grünen hatte deshalb bereits Anfang des Jahres einen Antrag zur Änderung des Landeshaushalts eingebracht. Demnach sollte die Förderung des Landes für den Brandschutz noch in diesem Jahr um 4,1 Millionen Euro ansteigen. Der Antrag wurde von CDU und SPD abgelehnt.